Podcast
Unser Naturerbe

Warum läuft es in Nationalparks wie es läuft und was läuft überhaupt?

Der Podcast der österreichischen Nationalparks behandelt in sechs Folgen Schwerpunktthemen in der Arbeit der Nationalparks. Wir diskutieren Fragen, die uns in unserer Arbeit oft gestellt werden und solche, die uns viel zu selten gestellt werden. Dazu zählt die Vorstellung der geschützten Naturräume, sowie des Dachverbandes Nationalparks Austria, die Forschung in Nationalparks und was es bei einem Besuch zu beachten gilt. Zwei Gäste aus dem jeweiligen Arbeitsbereich und unterschiedlichen Nationalparks diskutieren mit Podcast-Host Saskia Jungnikl-Gossy Fragen wie „Was unterscheidet einen Nationalpark von anderen Schutzgebieten?“, „Welche Aufgaben übernehmen Ranger:innen?“ und „ Welche Bedeutung haben Nationalparks für den Erhalt der Biodiversität?“.

Neben ihrem Arbeitsbereich, erzählen die Nationalpark Mitarbeiter:innen von ihrer eigenen Motivation und persönlichen Nationalpark-Erlebnissen. Daraus entsteht ein Bild von den Menschen, die sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Nationalparks einsetzen.

Naturerlebnis für deine Ohren!

Episode 1
Warum brauchen wir einen Nationalpark?

In dieser Folge diskutiert Podcast-Host Saskia Jungnikl-Gossy mit Christian Übl, Direktor des Nationalpark Thayatal und Obmann von Nationalparks Austria und Stephanie Blutaumüller, Generalsekretärin des Vereins. Sie stellen die sechs österreichischen Nationalparks vor und erklären, wozu sie einen Dachverband brauchen. Außerdem besprechen sie grundlegende Fragen, wie was die Nationalparks ausmacht und was sie zum österreichischen Naturerbe beitragen.

Als Einstieg in unseren Podcast stellen wir euch bei jeder Episode ein Werk einer oder eines unserer Literatur Stipendiat:innen der letzten Jahre vor.

Ecopoetry / Katharina Rogenhofer

tanzend feiern wir den ersten regen
der seit hundert tagen fällt
atmen auf, als würde
jeder tropfen uns beleben
und sind dankbar

die wurzeln aber
suchen vergeblich, durstig
unter dem hart gedrückten
schwarz geteerten asphalt
den wir fortschritt nennen

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Zu unserem Medienstipendium.
Zum Nationalpark Thaytal
Aktuelle Forschung zu Christian Übls Lieblingstier, der Wildkatze
Studie zur Artenvielfalt in den österreichischen Nationalparks, „Wir schützen österreichs Naturerbe“, Umweltbudesamt

Episode 2
Forschung in Nationalparks

Die österreichischen Nationalparks reichen von den Hohen Tauern über die Kalkalpen und das Gesäuse bis hin zum Neusiedler See, den Donau-Auen und dem Thayatal – es sind also vom Gebirge bis zur Steppen- und Auenlandschaft sehr viele natürliche Ökosysteme abgebildet. Im Allgemeinen lässt sich vereinfacht sagen, dass je größer eine Naturfläche ist, desto mehr Tier- und Pflanzenarten können in dem Gebiet nachgewiesen werden. Doch obwohl die österreichischen Nationalparks insgesamt gerade einmal 3% der Fläche Österreichs ausmachen, weisen sie eine viel höhere Artenvielfalt auf, als das eigentlich rein nach der Fläche zu erwarten wäre. Denn nicht alleine die Fläche, auch die Heterogenität der Landschaft, also die Vielfalt der Lebensraumtypen, bestimmen die Artenvielfalt und die ist in den österreichischen Nationalparks besonders ausgeprägt.

Über die Nationalparks als Lebensraum diskutiert in dieser Folge Podcast-Host Saskia Jungnikl-Gossy mit Katharina Aichhorn, Forschungskoordinatorin im Nationalpark Hohe Tauern und Julian Haider, aus dem Bereich Naturraummanagement und Forschung im Nationalpark Thayatal. Sie stellen die vielfältigen Lebensräume der österreichischen Nationalparks vor und welche Bedeutung sie für die Artenvielfalt haben. Daneben thematisieren sie aber auch die Klimakrise und welche Auswirkungen sich in den Nationalparks zeigen.

Als Einstieg in unseren Podcast stellen wir euch bei jeder Episode ein Werk einer oder eines unserer Literatur Stipendiat:innen der letzten Jahre vor. Nationalparks Austria vergibt jährlich Medienstipendien, welche die künstlerische Auseinandersetzung in und mit den österreichischen Nationalparks fördern sollen https://www.nationalparksaustria.at/de/stipendien-allgemein.html

TALKING NATURE – DER BERG/ Ines Häufler

Die Haut des Berges faltet sich.
Sie bricht und bekommt neue Kratzer, und trägt fremde Zeichen aus ganz alten Zeiten.
Sie runzelt und kantet.
Sie baut Schichten und wird wieder zerrieben.
Sie stapelt aufeinander und lässt los.
Sie hat Kerben und Risse.
Sie ist chaotisch und geometrisch.
Ist porös und fest.
Ist grau, weiß, gelb und rot.
Aus Sand und Kalk.
Ist gebrochen und gerundet.
Ist kantig und weich.
Ist uralt gewachsen und frisch geformt.

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Mehr zum Nationalpark Hohe Tauern: https://www.nationalparksaustria.at/de/nationalpark-hohe-tauern.html

Mehr über das Langzeitmonitoring Projekt im Nationalpark Hohe Tauern: https://hohetauern.at/de/forschung/langzeitmonitoring.html

Den, im Nationalpark Hohe Tauern wiederangesiedelten Bartgeiern kann man mittels GPS Daten hier folgen: https://hohetauern.at/de/forschung/greifvogelmonitoring/bartgeier-online

Mehr zum Nationalpark Thaytal: https://www.nationalparksaustria.at/de/nationalpark-thayatal.html
Mehr zu dem Nationalpark übergreifenden Forschungsprojekt zur Pilzwelt ‚MetaFung‘: https://www.np-thayatal.at/de/pages/news-pilzprojekt-metafung-441.aspx

Forschungsarbeiten in und über die österreichischen Nationalparks gibt es auf der Plattform https://www.parcs.at/npa/ zu finden

Studie zur Artenvielfalt in den österreichischen Nationalparks, „Wir schützen Österreichs Naturerbe“, Umweltbudesamt: https://www.parcs.at/npa/pdf_public/2021/42248_20210520_071319_Endbericht_Naturerbe_sterreich_FINAL.pdf

Episode 3
Forschung im Nationalpark

In dieser Episode stellen wir eine der grundlegenden Arbeitsbereiche von Nationalparks vor: die Forschung und welche Funktion sie für die Nationalparks erfüllt. Darüber hinaus gehen wir der Frage nach, ob unser Wissen verloren geht.

Ihre weitgehend natürliche Entwicklung macht Nationalparks zu begehrten Forschungsräumen. Sie bieten wertvolle Vergleichsflächen, wie sich die Natur ohne menschliche Eingriffe, ‚natürlich‘ entwickelt. Entsprechend groß ist das Spektrum der durchgeführten wissenschaftlichen Projekte: sie reichen vom Gletschermonitoring im Nationalpark Hohe Tauern, bis hin zur Bestandsaufnahmen der heimischen Flora und Fauna. Forschung ist dabei nie Selbstzweck: Gewonnene Einsichten dienen der Optimierung von Gebietskenntnissen und der Erfüllung von Aufgaben im Einklang mit Schutzzielen, gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien der IUCN.

Florian Jurgeit erzählt über seinen Arbeitsalltag als Forschungsmitarbeiter im Nationalpark Hohe Tauern Tirol und Leiter der Nationalpark-übergreifenden Arbeitsgruppe Forschung – wobei Alltag das falsche Wort für seine vielfältigen Tätigkeiten ist. In seiner Arbeit bemerkt er die schwindende Begeisterung für Naturwissenschaften und erzählt, wie der Nationalpark dem Problem begegnet. Welche Bedeutung hat neue Technik und künstliche Intelligenz für die Forschung?

Die Auswirkungen der Klimakrise sind in den alpinen Regionen besonders stark spürbar. Ein Langzeitmonitoring-Projekt im hochalpinen Gebiet des Nationalparks erfasst seit 2016 Veränderungen im Ökosystem. Dabei wurde festgestellt, dass die Gletscher in Masse und Ausdehnung zurückgehen. Die Veränderungen im Klima bringen aber auch noch viele andere Folgen mit sich und für Besucher:innen ergeben sich neue Risiken.

Etwa 200 Endemiten gibt es im Nationalpark Gesäuse. Endemiten sind Lebewesen, die nur in einem sehr kleinen räumlichen Gebiet vorkommen. An einem Endemiten-Hotspot kommen ganz besonders viele dieser endemischen Arten vor. Alexander Maringer, Leiter des Fachbereichs Naturschutz und Forschung im Nationalpark Gesäuse, erzählt, was den Nationalpark zu so einem Hotspot macht und wie man etwas entdecken kann, ohne genau zu wissen, was man sucht. Ohne zu viel zu verraten: oft spielt der Zufall eine Rolle. Die Tage der Artenvielfalt im Nationalpark Hohe Tauern bieten eine Gelegenheit, dem Zufall quasi die Türe zu öffnen. Wenn nun also in Nationalparks regelmäßig neue Arten entdeckt werden, wie viel wissen wir eigentlich über seine wilden Bewohner und kann man diese Zahl überhaupt abschätzen?
Alexander Maringer nimmt uns mit auf einen kleinen philosophischen Exkurs darüber, wie es dem Menschen damit geht, der Natur in den Nationalparks das Ruder zu überlassen. Und erklärt, was der dynamische Naturschutz ist und wie er den statischen ergänzt.

Als Einstieg in unseren Podcast stellen wir euch bei jeder Episode ein Werk einer oder eines unserer Literatur Stipendiat:innen der letzten Jahre vor. Nationalparks Austria vergibt jährlich Medienstipendien, welche die künstlerische Auseinandersetzung in und mit den österreichischen Nationalparks fördern sollen https://www.nationalparksaustria.at/de/stipendien-allgemein.html

Nur ein Zentimeter Platz zum Fühlen/ Anna Hubner

Hinaus.
Hinfort.
Dorthin, wo nichts mehr auf uns eindringt.
Alles leise wird. Alles lebendig. Alles offen. Alles unberührt ist.

Und wir endlich,
endlich nicht mehr den Atem anhalten müssen,
wir nicht mehr unsere Gefühlsporen schließen müssen,
als wären es Spaltöffnungen.

Wir nicht fürchten müssen, angefasst, bedrängt, beengt zu werden.
Ich schmecke die Worte, die mir Wiese, Wald, Berge
entgegenstrecken.

Ich betaste sie.
Drehe sie wie einen runden, abgeschliffenen Stein oder
eine Murmel in meinen Handflächen.
Ich koste sie. Mit Zunge und Zähne.
Beiße mir ein Stück des oberen Schneidezahns aus.
Lege die Handflächen in die Rillen der Granitwand.

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Mehr zum Nationalpark Hohe Tauern

Mehr über das Langzeitmonitoring Projekt im Nationalpark Hohe Tauern: https://hohetauern.at/de/forschung/langzeitmonitoring.html

Gletscherlehrweg Innergschlöss: https://hohetauern.at/de/besuchen/themenwege/natur-und-kulturschaetze-im-nationalpark-hohe-tauern/321-gletscherweg-innergschloess-schlatenkees.html

ALPARC Netzwerk alpiner Schutzgebiete: https://www.alparc.org/de/

Wildnisgebiet Sulzbachtäler: https://hohetauern.at/de/np-blog/nationalpark-blog/27-news/1314-die-sulzbachtaeler-sind-nun-welt-wildnisgebiet.html

Datenbank zur Forschung in den Nationalparks: https://www.parcs.at/npa/

Endemiten im Nationalpark Gesäuse https://nationalpark-gesaeuse.at/nationalpark-gesaeuse/naturphaenomene/was-uns-ausmacht/

Möchtest du den Tasterläufer besser kennenlernen? https://www.parcs.at/npg/pdf_public/2019/35741_20191204_081431_ChristianKomposch2018-EndemitenkatalogdesNationalparksGesuseTasterlufer.pdf

Naturklänge
aus den Nationalparks

Nationalpark Gesäuse
Podcast

Der Nationalpark Gesäuse Podcast soll Einblick in die Arbeit des einzigen Nationalparks der Steiermark geben. Was und warum macht der Nationalpark. Mit wem und welchen Organisationen arbeitet er zusammen? Nähere und weitere Blicke über den Tellerrand des Schutzgebiets runden die Themenliste ab. Meistens sind Gäste geladen. Der Nationalpark Gesäuse Podcast wird gespeist aus den Beiträgen des Nationalparkradios, welches jeden Mittwoch von 18 bis 19 Uhr auf Radio Freequenns zu hören ist. Die Beiträge des Podcasts erscheinen im Abstand von zwei Wochen.

Ranger Radio
Podcast

Ranger Radio ist der Podcast des Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel, bei dem die Nationalpark Ranger:innen hinter die Kulissen des Nationalparks schauen und so Dinge hörbar machen, die Besucher:innen normalerweise nicht zu sehen bekommen. Außerdem holen die Ranger:innen einige Seewinkel-Charakterarten vor das Mikrofon und stellen sie genauer vor. Dazu zählen die weißen Esel, Salzpflanzen und Fledermaus. Daneben gibt es Einblicke in die Vogelberingung, Beweidung und Amphibienkartierung.
So gut, so weit.

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Nationalpark Ranger:innen

Einsatz im Dienste der Natur: Unsere Nationalpark Ranger:innen sind leidenschaftliche Botschafter:innen des Natur- und Artenschutzes.

Einsatz für die Natur

Als Inspirationsquelle, Forschungsgebiet und Anlaufstelle für ehrenamtliches Engagement eröffnen die österreichischen Nationalparks vielfältige Möglichkeit, Natur zu erfahren.

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