Mein Sommerabenteuer
mit den Spürnasen

Rangergeschichte

"Egal ob im Zedlacher Paradies, auf der Edelweißwiese, oder einfach bei der Isel, wir hatten immer und überall Spaß. Die Kreativität der Kinder ist bewundernswert!"

Ihr Berufswunsch war eigentlich Lehrerin und das ist Carola Trojer (Hohe Tauern) jetzt irgendwie auch. Jedoch im schönsten Klassenzimmer, das man sich nur vorstellen kann - in der Natur im Nationalpark Hohe Tauern arbeitet sie seit 2003 als Rangerin und betreute hier von Beginn an das Kinderprogramm im Sommer.

Rangerin vor Bergkulisse
(c) Martin Lugger

Unterwegs mit den Spürnasen.

Seit Beginn meiner Tätigkeit als Nationalpark-Rangerin durfte ich jeden Sommer die Spürnasen im Nationalpark Hohe Tauern Tirol begleiten.

In den ersten Jahren war ich mit den Kindern vom Lienzer Talboden unterwegs. Hier erlebten wir viele lustige und spannende Abenteuer. Einmal war das Thema „Die Monster vom Tristacher See“. Bewaffnet mit Becherlupe, Kescher, Pinsel und Gummistiefel machten wir uns beim alten Tristacher See auf die Suche nach Insektenlarven. Alle Spürnasen waren eifrig dabei. Die Ausbeute war großartig: Köcherfliegenlarven, Steinfliegenlarven, Eintagsfliegenlarven und sogar Blutegel wurden gefunden. Alle Kinder waren stolz solche interessanten Tiere entdeckt zu haben. Die Gummistiefel hätten wir uns aber sparen können.  Denn alle Kinder mussten am Ende der Suchaktion ihre Gummistiefel „ausleeren“. Denn im Eifer des Gefechts bemerkte kaum jemand, dass wir so tief im See standen, dass das Wasser in die Stiefel lief. Doch allen war das egal, da es an diesem Sommertag sehr heiß war und die Füße sowieso eine Abkühlung brauchten.

Kinder untersuchen Wassertiere
(c)NPHT
Kinder spielen mit einem riesigen hölzernen Bären
(c)Kastl-Assil

Einige Jahre später war ich dann mit den Spürnasen von Matrei unterwegs. Auch hier erlebten wir wunderbare Erlebnisse und lachten oft Tränen. Egal ob im Zedlacher Paradies, auf der Edelweißwiese, oder einfach bei der Isel, wir hatten immer und überall Spaß. Die Kreativität der Kinder ist bewundernswert!

Im Zedlacher Paradies zum Beispiel wurden Baumgeister gestaltet die schöner nicht hätten sein können! Jeder Wanderer der vorbei kam, blieb stehen und zeigte seine Bewunderung.

Bei der Isel veranstalteten wir letzten Sommer einen Wettbewerb im „Stoanmandle“ bauen. Buben gegen Mädchen. Das war vielleicht spannend und laut. Die beiden Pyramiden wurden so groß dass zum Schluss ein Kind sogar huckepack getragen werden musste und das letzte Steinchen auf der Spitze des Stoanmandls positionieren zu können. Wer gewonnen hat? Das verrate ich nicht!

Einige Jahre später war ich dann mit den Spürnasen von Matrei unterwegs. Auch hier erlebten wir wunderbare Erlebnisse und lachten oft Tränen. Egal ob im Zedlacher Paradies, auf der Edelweißwiese, oder einfach bei der Isel, wir hatten immer und überall Spaß. Die Kreativität der Kinder ist bewundernswert!

Und die letzte Geschichte an die ich mich noch gerne erinnere und die mich ins Staunen versetzt, passierte auf der Edelweißwiese hoch über Matrei. Bei dieser Wanderung haben wir uns die Blumenwelt der Hohen Tauern genauer angeschaut. Nachdem die Kinder gelernt haben, dass es gänzlich geschützte Pflanzen gibt und das Edelweiß dazu zählt waren sie sehr erstaunt als ein älterer Einheimischer mit Hut vorbeikam und dieser ein Edelweiß oben stecken hatte. Ein Junge hat den Mann dann tatsächlich angesprochen und ihn darauf hingewiesen, dass das verboten sei was er da am Hut trage. Ich war sehr erstaunt dass der kleine Wanderer so mutig war und die erwachsene Person ansprach. Aber der ältere Herr begann nur zu lachen und suchte nach einer Ausrede. Am Ende des Gesprächs entschuldigte sich der Einheimische und versprach in Zukunft alle Edelweiß stehen zu lassen.

Schon heute freue ich mich wieder auf den nächsten Sommer um wieder mit vielen kleinen und interessierten Spürnasen durch den Nationalpark Hohe Tauern ziehen zu können.

Eine Blüte des Edelweiß mit seinen dicken pelzigen Blättern in Nahaufnahme
(c) Jacqueline Moesslacher

 
 

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