Fragile Momente
im Seewinkel

Medienstipendium

Seit Jahrzehnten bewegt sich die Dipl. Logopädin und leidenschaftliche Fotografin Sigrid Katletz weltweit durch Nationalparks. Auf diesen Reisen fand sie immer wieder unterschiedliche Spuren. Davon fotografierte sie auch einige im Nationalpark Neusiedlersee – Seewinkel, welche sie in ihrer Fotostrecke verewigte. Nun blickt sie auf ihren Aufenthalt im Zuge des Medienstipendiums zurück.

(c)Sigrid Katletz

Erwartungen an meine Reise

Als ich die Zusage für das Medienstipendium bekam, konnte ich zuerst vor lauter Freude und Euphorie kaum klare Gedanken fassen. Da aber zwischen Zusage und Reisebeginn noch einige Monate lagen, hatte ich genug Zeit, um mich auf meine Arbeit vorzubereiten.

Ich hatte folgende Erwartungen an meinen Aufenthalt:

  • die eingereichten fotografischen Ideen umzusetzen, obwohl ich noch keine Ahnung hatte, ob es die Witterungsumstände überhaupt zulassen würden.
  • Zeit, um mich mit einer neuen, ganz besonderen Landschaft auseinanderzusetzen.
  • Einblicke in die Arbeit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Nationalparks zu bekommen.

 

Faszination im Nationalpark

Es gab viele unglaublich schöne Momente, die ich in dieser ganz besonderen Landschaft erleben durfte. Es war die Stille und die Einsamkeit, die mich auf das Wesentliche fokussieren ließen. „Das Fragile in einem einzigartigem System zu finden.“

Es gab aber noch eine andere, besondere Begebenheit. Ich hatte tolle Unterkunftsgeber und die machten mich mit „Helmut“ bekannt. Dieser arbeitete in einem Lagerhaus und ermöglichte mir einen Sonnenuntergang auf einem sehr hohen Getreidesiloturm zu erleben. Einzigartig die Weite und das Licht. 

(c)Sigrid Katletz

Die größten Herausforderungen

Die eisige Kälte und der stürmische Wind forderten mich besonders. Ich musste mir gut überlegen, wann, wo und wie lange ich mich mit meiner Kamera positionieren konnte. Was ich sicher nicht mehr machen werde, im Winter die Gegend auf der Suche nach Motiven mit einem Fahrrad abzufahren.

Mein persönlicher Rückblick

Diese Zeit war aus persönlicher und fotografischer Sicht unglaublich wertvoll. Ich hatte zwei Wochen Zeit, mich hochkonzentriert auf ein Thema einzulassen. Neue Landschaften zu erkunden, viel Wissen von den NP-Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu erhalten und an sehr lehrreichen Führungen teilnehmen zu dürfen. Nicht zu vergessen, am Abend in eine warme Unterkunft mit reichlich gutem Essen zurückzukehren. Es ist schwer zu beschreiben, aber es waren zwei außergewöhnlich schöne Wochen für mich. Ein herzliches Danke an alle, die mich dabei unterstützt haben.

 

Text: Sigrid Katletz

(c)Sigrid Katletz

 
 

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