Nationalpark wird erweitert
113 Hektar mehr für die Artenvielfalt

Gesäuse

Klimaschutzministerium und Land Steiermark schaffen die Voraussetzungen dafür / ÖBB bringen ihre Fläche in den Nationalpark ein

Gruppenbild mit der Urkunde zur Nationalparkerweiterung.
(c)BMK/Cajetan Perwein

Der Nationalpark Gesäuse in der Steiermark ist eine der letzten groß zusammenhängenden Naturlandschaften mit wilden Wäldern und Gewässern in Mitteleuropa und zählt damit zu einem der wertvollsten Naturschätze Österreichs. Jetzt wird der Nationalpark – zu seinem 21. Geburtstag – erweitert!

Das kündigten am 27. Oktober 2023 Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, die steirischen Landesrätinnen Ursula Lackner (Umwelt) und Simone Schmiedtbauer (Land- & Forstwirtschaft), ÖBB-Infrastruktur-Vorständin Judith Engel und Nationalparkdirektor Herbert Wölger im Nationalparkpavillon in Gstatterboden an.

Durch einen Vertragsabschluss mit den ÖBB werden insgesamt 113 Hektar in den Nationalpark Gesäuse einbezogen. Es handelt sich dabei um zwei Gebiete im Inneren des Nationalparks: Hartelsgraben (41,4 Hektar) und Bruckstein (71,5 Hektar). Durch die Einbringung dieser Gebiete wird das ökologische Kontinuum im Nationalpark Gesäuse verbessert und die Einheit der Fläche hergestellt. Das ist ein Zugewinn für die Ökologie.

Die Erweiterung der österreichischen Nationalparks ist im Regierungsprogramm festgehalten. Das Klimaschutzministerium schafft nun gemeinsam mit dem Land Steiermark die Voraussetzungen dafür.

Der Nationalpark Direktor spricht vor dem Publikum.
(c)Niko Polner

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: „Wir wissen und spüren es mittlerweile, dass sich unser Klima massiv wandelt. Hand in Hand mit der Klimakrise geht eine Biodiversitätskrise, die den Verlust von Arten bewirkt. Das müssen wir stoppen. Mit der Erweiterung des Nationalparks Gesäuse stärken wir die Artenvielfalt und schützen einen wertvollen Naturraum unseres Landes. Ich danke allen, die mitgeholfen haben, dass wir heute diese Erweiterung des Nationalparks Gesäuse gemeinsam feiern dürfen. Das ist gelebter Naturschutz!“

Landesrätin Ursula Lackner: „Naturschutz ist auch immer Menschenschutz! Denn die einzigartigen Naturlandschaften in der Steiermark sind nicht nur wunderschön, sondern sichern vielen Arten aus dem Pflanzen- oder Tierreich das Überleben. Damit bilden sie den Grundstein für ein funktionierendes Ökosystem und eine gesunde Lebensgrundlage für uns Menschen. Bereits jetzt sind 46 Prozent der gesamten Landesfläche geschützt – mit der Erweiterung des Nationalparks kommen weitere wichtige Flächen dazu.“

Landesrätin Simone Schmiedtbauer: „Ich freue mich, dass der Nationalpark Gesäuse als einzigartige steirische Naturlandschaft weiter wächst. Die steiermärkischen Landesforste sind als Grundbesitzer von Anfang an ein starker Partner des Nationalparks und ins Naturraummanagement aktiv eingebunden. Ich danke den Verantwortlichen der ÖBB, dass heute rund 113 Hektar Fläche neu in die „Nationalpark-Familie“ aufgenommen werden können.“

4 Personen sitzen an einem Tisch und Ministerin Gewessler spricht gerade.
(c)BMK/Cajetan Perwein

ÖBB-Infrastruktur-Vorständin Judith Engel: „Mit diesen rund 113 Hektar, die die ÖBB-Infrastruktur AG mit diesem Vertrag einbringen, wird das ökologische Kontinuum verbessert, da diese 113 ha im Inneren des Nationalparks liegen und von Nationalpark umgeben sind. Der Nationalpark wird komplett und weist keine „weißen Flecken“ mehr auf. Dieser Vertrag ist ein deutliches Statement der ÖBB-Infrastruktur AG. Es ist ein Bekenntnis zum Naturschutz und stärkt den Status der ÖBB als umweltfreundlichstes Unternehmen. Nicht nur, dass das Bahnfahren an sich umweltfreundlich ist, auch das Unternehmen ÖBB zeigt Bereitschaft, sich für eine gesunde Umwelt und für Naturschutz zu engagieren.“

Nationalparkdirektor Herbert Wölger: „Wir sind unglaublich froh nach Jahren des Bemühens das gegenseitige Vertrauen gefunden zu haben, um diese weißen Flecken im Inneren des Nationalparks zu schließen.“

Gruppenfoto
(c)BMK/Cajetan Perwein

 
 

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Erweiterung Nationalpark Gesäuse: 113 Hektar mehr für die Artenvielfalt

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