Nationalparks Austria

Die wahrlich
coolsten Plätze

Auf der Suche nach Erfrischung im heißen Sommer findet man die unterschiedlichsten "coolen" Plätze in den heimischen Nationalparks, die gerne von Tier und Mensch genützt werden. Und wenn wir cool sagen, dann meinen wir es auch wörtlich so! Diese Stellen befinden sich nicht nur in einer traumhaften Landschaft, sondern sind auch, im Vergleich zu der Umgebung, deutlich kühler. Da uns noch ein paar Wochen in der Sommerhitze bevorstehen, präsentieren wir hier die beliebtesten Plätze und interessantesten Strategien zur Abkühlung in den österreichischen Nationalparks:

© Sendor Zeman

Nationalpark Donau-Auen

Im Nationalpark Donau-Auen nimmt man sich in dieser Hitze am besten ein Beispiel am Rothirsch. Das größte Säugetier der Donau-Auen wird hier so mächtig wie in keinem anderen Lebensraum. Rothirsche sind ausdauernde Schwimmer und suhlen sich auch gerne im
Schlamm - die Schlammpackung wirkt aber nicht nur gegen die Hitze, sondern hält auch Parasiten wie Gelsen und Bremsen fern.

Für Alle, die einen Ausflug ins kühle Nass bevorzugen, bietet der Nationalpark Donau-Auen wunderschöne Naturbadeplätze direkt am Donauufer. Die Orther Inseln und der Bereich nahe der Au-Terrasse laden zu einem erfrischenden Bad ein. Andere Bereiche im Schutzgebiet sind ausschließlich für die sensible Fauna und Flora reserviert - nur so kann der Nationalpark Donau-Auen sowohl seinem Naturschutzauftrag als auch den zahlreichen Gästen, die Erholung und Naturerlebnis suchen gerecht werden.

Eine genaue Übersicht der Badeplätze ist hier zu finden.

Nationalpark Gesäuse

Im Nationalpark Gesäuse gibt es eigentlich nur zwei Richtungen: steil bergab und steil bergauf. Auch wenn an heißen Tagen der Aufstieg wirklich schweißtreibend ist, so lohnt es sich dennoch. Die Aussicht alleine ist unbezahlbar und auch der Wind lässt den Körper schnell abkühlen. Nicht umsonst zählen die Gipfel des Gesäuses zu den wahrlich coolsten Spots im Sommer!

Besonders empfehlenswert ist die Haindlkarrunde. Beim Anstieg begleiten die zarten Sträucher der Felsenbirnen und der violett blühenden Besenheide, kalkliebende Vogelbeeren, Latschen und vereinzelt auch Wacholdersträucher durch die alpin anmutende Umgebung, hinauf auf kühle 1.121 m. Am Ende des Abstiegs können im kühlen Nass des Johnsbaches die müden Füße wieder erfrischt werden. Auch der Themenweg Wilder John, der sich mit abwechslungsreichen Stationen an dem Johnsbach entlangschlängelt, bietet spannende Einblicke kombiniert mit einer frischen Brise.

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Nationalpark Hohe Tauern

Wasser en masse

Wie schützen sich die Rangerinnen und Ranger im Nationalpark Hohe Tauern auf ihren Exkursionen vor Hitze?
Georg Granig, ein "Ur-Ranger" seit 1993, plaudert aus dem Nähkästchen.
"Wir sind in meist in höheren Lagen von 1.200 bis 1.300 Metern über dem Meeresspiegel unterwegs, wo es nicht mehr so unangenehm ist. Oder wir wandern in tieferen Lagen durch schattige Wälder." Darüber hinaus verfügt der mit 1.856 Quadratmetern größte Nationalpark im Alpenraum über tosende Gebirgsbäche, die sich ihren Weg durch die Felsen bahnen, wie auch glasklare Bergseen. Der Nationalpark Hohe Tauern zählt mit 26 bedeutenden Wasserfällen, zehn Klammen, 551 Seen und 279 Bächen sowie nicht zuletzt 342 Gletscher zu einem "wahren Wasserschloss der Alpen", wie es auf der Homepage heißt. Mit ihren drei Gefällestufen über insgesamt 380 Meter sind die Krimmler Fälle die höchsten Wasserfälle Europas: "Sie zählen zu den kostbarsten Schätzen des Nationalparks Hohe Tauern."

Mehr Information zur Wasserwelt des Nationalparks Hohe Tauern ist hier zu finden.

Nationalpark Kalkalpen

Im Nationalpark Kalkalpen liegt nur ein richtiger See, der Große Feichtausee im Sengsengebirge. Der nebenliegende Kleine Feichtausee und auch der Herzerlsee gelten als Weiher, da sie über eine zu geringe Tiefe bzw. Ausdehnung verfügen. Daneben gibt es unzählige Tümpel und Weiher. Sie sind ein wichtiger Lebensraum für viele seltene Insekten und Amphibien. Besonders für Amphibien stellt der Nationalpark daher einen sehr wichtigen Lebensraum dar.

Die Feichtauer Seen sind durch Kalklösungsprozesse und spätere Überarbeitung durch Gletscher entstanden. Der größere der Feichtauseen wird überwiegend durch Zuflüsse aus dem unterirdischen Karstwasserkörper gespeist, konstant niedrige Temperaturen im Tiefenwasser sind die Folge. Nur selten erreichen hier die Temperaturen mehr als 5-6°C. Alleine der Gedanke schafft schon eine kleine Abkühlung.

Mehr Information zum Lebensraum Wasser ist hier zu finden.

Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel

Während viele Pflanzen nahe am Verdursten sind, schöpft das Schilf noch aus dem Vollen. Die Wurzeln - Rhizome genannt - stehen gut versorgt im Nass des Neusiedler Sees, sodass permanent über die Blätter Wasser verdunstet. Bei einer Fläche von 180 km² Schilfgürtel ist es daher nicht verwunderlich, dass das Schilf den Wasserstand des Neusiedler Sees maßgeblich beeinflusst. Auch wir Menschen können am Neusiedler See zumindest zeitweise so tun als wären wir wie das Schliff: mit den Füßen im Wasser lässt sich die Hitze in der pannonischen Steppe nämlich wirklich leichter ertragen.

Mehr Informationen zum Neusiedler See und seinem Schilfgürtel ist hier zu finden.

Nationalpark Thayatal

Der Wald, der sich längs der Thaya über die Steilflanken bis an die Hochebene hinaufzieht, wurde früher trotz der Steilheit genutzt. Heute lässt er bereits die zukünftige Wildnis erahnen. Das dichte Laub der hohen Bäume bietet grünen Schutz vor der Hitze. Außerdem schafft das kalte Wasser der Thaya ein angenehm, kühles Mikroklima. Neben direkter Abkühlung sorgt der Fluss auch für ständige leichte Luftbewegungen. So sind selbst an heißen Sommertagen Thayawanderungen angenehm erfrischend.

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