Rangergeschichte

Die Leidenschaft an
jüngere Generationen weitergeben

Seine Begeisterung für große Greifvögel zieht Nationalparkranger Hermann Mauthner (Hohe Tauern) nicht nur in seinem beruflichen Alltag in den Nationalpark, sondern auch in seiner Freizeit verbringt er gemeinsam mit seiner Tochter viel Zeit mit Vogelbeobachtungen.

(c)Martin Lugger

Seit 21 Jahren bin ich nun diplomierter Ranger im Nationalpark Hohe Tauern. Ich denke gerne zurück an viele schöne, aber auch ärgerliche Erlebnisse die ich in meiner Zeit beim Nationalpark erlebt habe. Was mir nach wie vor am meisten Freude bereitet, ist jedoch die Arbeit mit der Jugend. Das Wissen weiterzugeben und die Leidenschaft zur Natur bei Kindern und Jugendlichen zu entfachen zeigt mir jeden Tag aufs Neue warum ich meinen Beruf so liebe.

Mir persönlich haben es immer schon die Großgreife angetan, sprich Steinadler, Bartgeier, Gänsegeier u.v.m. Die Hingabe zu diesen Tieren bringt mich auch in meiner Freizeit viel in die Natur um die Alpenbewohner zu filmen und zu fotografieren. Am besten in Erinnerung ist mir der Sommer indem meine Tochter und ich den ganzen Sommer lang einen neu entdeckten Steinadlerhorst beobachten durften.

Schon von klein auf war meine Tochter viel mit mir in der Natur unterwegs. Es macht mich stolz, dass ich ihr eine Liebe zur Natur und den Tieren weitergeben konnte und sie mittlerweile zur richtigen Steinadlerexpertin herangewachsen ist. Der Steinadler hat es ihr immer schon angetan. Der Traum meiner Tochter war es, einen Steinadler von nächster Nähe zu beobachten. Aus diesem Grund nahm ich sie eines Tages mit in die Täler des Nationalpark Hohe Tauern um die bekannten Horste zu beobachten. Leider waren die bekannten Horste alle nicht beflogen und meine Tochter war natürlich enttäuscht. Nur durch Zufall entdeckten wir am Rückweg zum Ausgangspunkt einen neuen Adlerhorst mit einem Adlerjungen. Ich kann mich heute noch an das Funkeln in ihren Augen erinnern, als der Adler mit Beute für das Adlerjunge kam. Seither lässt sie die Faszination Steinadler nicht mehr los und den ganzen Sommer lang beobachteten wir den Horst. Wir hatten viel Glück und durften sogar dabei sein, als das Steinadlerjunge zum ersten Mal ausflog. Daraufhin beschloss meine Tochter in der Schule ein Referat über den Steinadler zu halten und meldete sich sogleich bei den Juniorrangern an um noch mehr über die Tiere zu erfahren. Eine gemeinsame Leidenschaft wurde geboren - ein Bann, in den meine Tochter und ihr Vater gemeinsam hineingezogen wurden.

Fragt man mich, was mich an meiner Arbeit am meisten erfreut, antworte ich ohne lange nachzudenken: „Die Leidenschaft zur Natur an jüngere Generationen weitergeben.“ Mein Wunsch ist es, dass der Nationalpark Hohe Tauern so wie er derzeit besteht, auch noch für weitere Generationen so erhalten bleibt und eines Tages auch meine Tochter mit meinen Enkeln und Urenkeln die Schätze der Natur so erleben darf wie wir es gemeinsam durften. Dies geht nur wenn wir unsere Natur schützen und unser Wissen mit Freude und Euphorie weitergeben.

 

In diesem Sommer entstand auch einiges an Videomaterial, welches vom Nationalpark Hohe Tauern auf YouTube gestellt wurde:

Den Steinadler entdecken [Video Teil 1]

Den Steinadler entdecken [Video Teil 2]

(c)Hermann Mauthner
(c)Gunther Gressmann

Innergschlöss

 
 

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