DANUBEPARKS mit Wolfgang Staab-
Naturschutzpreis ausgezeichnet

Donau-Auen

Der Wolfgang Staab-Naturschutzpreis zählt zu den höchst dotierten Naturschutzpreisen in Deutschland und prämiert herausragende Leistungen zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung von Fluss- und Auenlandschaften. Diesjähriger Preisträger ist Georg Frank, Mitarbeiter des Nationalpark Donau-Auen und Generalsekretär des transnationalen Donauschutzvereins DANUBEPARKS.

Sechs Personen stehen vor zwei Bannern, in ihrer Mitte der Preisträger mit einer Urkunde und einem Blumenstrauß in der Hand
(c) Weisser

v.l.:Niels Kohlschütter (Schweisfurth Stiftung), Ina Quick (Bundesamt für Naturschutz Deutschland), Dorette Staab (Stifterin Wolfgang Staab - Naturschutzpreis), Georg Frank (Preisträger 2023), Carl Manzano (Ehrenpräsident DANUBEPARKS, Laudator der Preisverleihung 2023), Prof. Emil Dister (Juror)

Lebensader Donau
Die Donau ist für den Naturschutz in Europa von herausragender Bedeutung. Ihre Fluss- und Auenlandschaften beheimaten mehr als 2.000 Gefäßpflanzen und über 5.000 Tierarten. Rund 100 Fischarten und mehr als 180 Brutvogelarten leben hier. In kaum einem anderen europäischen Naturraum ist eine solche Reichhaltigkeit und Vielfalt vorhanden wie an der Donau. Allerdings hat u. a. die dynamische wirtschaftliche Entwicklung Südosteuropas in den letzten Jahrzehnten die Naturschätze des Flusses zunehmend unter Druck gebracht. Zersiedelung, große neue Infrastrukturprojekte für den Verkehr und die Energiegewinnung sowie die intensive Landnutzung belasten die Artenvielfalt der Donau. Die Zerschneidung der Ökosysteme und die mangelnde Vernetzung der Schutzgebiete stellen die größte Bedrohung für die biologische Vielfalt in Europa dar.

Hohe Auszeichnung
Der jährlich vergebene, mit 20.000 Euro dotierte Wolfgang Staab-Naturschutzpreis prämiert herausragende Leistungen zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung von Fluss- und Auenlandschaften. Er ist einer der höchst dotierten Naturschutzpreise in Deutschland und wird aus Mitteln des Wolfgang Staab-Naturschutzfonds der Schweisfurth Stiftung verliehen. Diesjähriger Preisträger ist der österreichische Biologe Georg Frank, Generalsekretär des transnationalen Donauschutzvereins DANUBEPARKS. In dem Verein sind Donauschutzgebiete aus fast allen Donauländern zusammengeschlossen, darunter Rumänien, Moldawien, Bulgarien, Serbien, Kroatien, Ungarn, die Slowakei, Österreich und Deutschland. Der Einsatz von Georg Frank für den Aufbau des Vereins hat wesentlich dazu beigetragen, dass die grenzübergreifende Zusammenarbeit für den Naturschutz an der Donau deutlich gestärkt wurde. Die EU-Kommission hat DANUBEPARKS 2015 als bestes europäisches Naturschutz-Netzwerk mit dem Natura 2000 Award ausgezeichnet. 2020 wurde der Verein als erster Preisträger mit dem Living Danube Award geehrt.

Totholz am Ufer der Donau
(c) Frank
Ein Mann sieht durch sein Fernglas auf die Donau hinaus
(c) Kmetova-Biro

Einsatz für den Naturschutz
Die Preisverleihung fand am 21. September in Mannheim im Rahmen der Fachtagung „Bundesprogramm Blaues Band Deutschland an Main und Neckar“ statt. Georg Frank sagte im Zuge der Überreichung: „Die Gründung, der Aufbau und die Etablierung von DANUBEPARKS ist eine meiner größten beruflichen Errungenschaften. Alle meine Projektideen sind getragen von der Vision, den Verein weiter in seiner Vorbildrolle für länderübergreifenden Naturschutz und als Modell für die Donau, für Europa und alle großen Flüsse zu stärken. Ich bin sehr dankbar für die Auszeichnung dieser Arbeit durch die Schweisfurth Stiftung. Das Preisgeld werde ich für den Aufbau weiterer Naturschutzmaßnahmen an diesem wunderbaren Fluss verwenden.“

Georg Frank wurde 1974 im österreichischen Alpenvorland geboren. Er studierte Biologie an der Universität Wien. Im Jahr 2007 übernahm er die Initiative zum Aufbau des Vereins DANUBEPARKS, um die donauweite und grenzübergreifende Naturschutzarbeit an Europas zweitgrößtem und -längstem Fluss zu stärken. 2014 wurde DANUBEPARKS gegründet, seitdem leitet Georg Frank den gemeinnützigen Verein als Generalsekretär. Im Mittelpunkt der Arbeit des Vereins steht die Umsetzung konkreter Naturschutzmaßnahmen entlang der Donau. Durch das Engagement von Georg Frank konnten bis heute mehr als 30 Mio. Euro für konkrete donauweite Naturschutzinitiativen eingesetzt werden. Das LIFE WILDisland Projekt des Vereins gehört zu den größten Naturschutz-Projekten Europas. Zahlreiche Inseln und über 48 km Gewässer wurden renaturiert, 1.440 Hektar an Lebensräumen verbessert.

Mehr Informationen zu DANUBEPAKRS unter https://danubeparks.org/.

Zu sehen ist das Schotterufer eines Nebenarms der Donau, das Wasser fließt trüb und grün, unweit des Ufers stehen stattliche Pappeln
(c) Robert Gamperl

 
 

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