Sumpfschildkröten
im Nationalpark
Bei der Ö1 Club-Exklusiv Exkursion in Kooperation mit Nationalparks Austria konnten rund 20 Gewinner:innen am Sonntag, den 31. Mai, den Nationalpark Donau-Auen erkunden und Sumpfschildkröten beobachten.
Auf den Spuren der Europäischen Sumpfschildkröte im Nationalpark Donau-Auen
Nach dem gelungenen Auftakt unserer diesjährigen Kooperation mit Ö1 fand nun die zweite von insgesamt drei exklusiven Exkursionen für Ö1 Club-Mitglieder statt. Am Sonntag begaben sich rund zwanzig Gewinner:innen gemeinsam mit den Rangern Heinrich Frötscher und Damir Masic auf die Spuren der Europäischen Sumpfschildkröte im Nationalpark Donau-Auen. Die Exkursion bot spannende Einblicke in den Lebensraum einer der seltensten Reptilienarten Österreichs.
Treffpunkt war das Nationalparkzentrum Schloss Orth an der Donau, das als Besucherzentrum des Nationalparks Donau-Auen zahlreiche Möglichkeiten bietet, die einzigartige Aulandschaft kennenzulernen. Neben einer Infostelle, einer multimedialen Ausstellung, dem Auerlebnisgelände „Schlossinsel“ und einer begehbaren Unterwasserstation gibt es auch ein Freigehege für Europäische Sumpfschildkröten.
Am Beginn der Exkursion stand ein Besuch der Schlossinsel am Programm, wo sich die Tiere auch gleich beobachten ließen. Die beiden Ranger vermittelten dabei interessante Informationen über die Lebensweise und die besonderen Ansprüche dieser faszinierenden Reptilienart.
Europäische Sumpfschildkröte im Gehege.
Auf den großen Ästen im Wasser
sitzen Sumpfschildkröten.
Anschließend führte die rund dreistündige Exkursion in den Nationalpark Donau-Auen. Entlang stiller Altarme und naturnaher Gewässerabschnitte entdeckten die Teilnehmer:innen an mehreren Stellen freilebende Europäische Sumpfschildkröten. Die scheuen Tiere zeigten sich immer wieder beim Sonnenbaden auf Ästen oder am Gewässerrand und sorgten für besondere Beobachtungsmomente.
Artenschutzprojekt
Die Europäische Sumpfschildkröte ist die einzige ursprünglich in Österreich heimische Schildkrötenart. Während sie früher als Fastenspeise stark bejagt wurde, ist sie heute vor allem durch den Verlust geeigneter Lebensräume bedroht. Neben naturnahen Gewässern benötigen die Tiere auch geeignete Plätze zur Eiablage. Im Nationalpark Donau-Auen wird die Art daher seit rund zwanzig Jahren im Rahmen eines umfangreichen Artenschutzprojektes gefördert. Neben Forschung und Lebensraumverbesserungen werden die Gelege in Kooperation mit dem Tiergarten Schönbrunn geschützt.
Sumpfschildkröten im freien Gelände im Nationalpark.
Ein besonderer Programmpunkt der Exkursion war der Besuch des Hochwasserschutzdammes, der von den Schildkröten als wichtiger Eiablageplatz genutzt wird. Die Ranger erklärten, wie die Gelege mit speziellen Schutzgittern gesichert werden, um sie vor Fressfeinden wie Füchsen oder Wildschweinen zu schützen. Jährlich werden hier rund 300 Gelege dokumentiert. Da ein Weibchen zwei- bis dreimal pro Jahr Eier legt, ist dieser Bereich von großer Bedeutung für den Fortbestand der Population. Dank der langjährigen Schutzmaßnahmen wird der Gesamtbestand der Europäischen Sumpfschildkröte im Nationalpark Donau-Auen mittlerweile auf über 3.000 Tiere aller Altersklassen geschätzt.
Hochwasserschutzdamm.
Gelegeschutz.
Neben den Schildkröten erfuhren die Teilnehmer:innen auch viel Wissenswertes über den Nationalpark und die Bedeutung von Totholz als Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Darüber hinaus zeigten sich auch weitere Bewohner der Donau-Auen, darunter eine Blindschleiche.
Für einen besonders schönen Abschluss sorgte ein Weißstorch, der auf dem Rückweg mehrmals in geringer Höhe über die Gruppe hinwegflog.
Mit dieser gelungenen zweiten Exkursion blicken wir bereits mit Vorfreude auf den dritten und letzten Termin unserer diesjährigen Kooperation mit Ö1, bei dem die Gewinner erneut die Möglichkeit erhalten werden, einen österreichischen Nationalpark gemeinsam mit erfahrenen Ranger:innen zu entdecken.
Vielen Dank an Ö1 und den Nationalpark Donau-Auen für die gemeinsame Organisation und die spannende Exkursion!
Blindschleiche.
Weißstorch.
Text: Nationalparks Austria, 03.06.2026
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