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Tage der Artenvielfalt
In diesem Jahr finden die Tage der Artenvielfalt im Nationalpark Hohe Tauern vom 10. bis 12. Juli 2026 im Debanttal, Gemeinde Nußdorf-Debant in Osttirol statt und werden in Zusammenarbeit mit der Tiroler Nationalparkverwaltung organisiert.
Blick ins Debanttal.
Das Debanttal gilt mit 16 Kilometern als das längste, in sich geschlossene Almtal Österreichs. Zahlreiche unterschiedliche Lebensräume mit entsprechender Artenvielfalt zeichnen dieses schöne Trogtal aus. In der umgebenden Schobergruppe stehen zahlreiche Dreitausender. Das Tal ist nur wenig erschlossen und ausgesprochen ruhig. Zahlreiche Quellfluren und Moore, artenreiche Rasengesellschaften und gegen Talschluss hin ausgedehnte Lärchen-Zirbenwälder sowie Grobblockhalden und Schuttfluren der Dreitausender sind biologisch besonders interessant.
Wir hoffen auch heuer wieder auf Ihre Hilfe, um dieses Vorhaben erfolgreich verwirklichen zu können und würden uns sehr freuen, Sie bei unserem 20. Tag der Artenvielfalt im Nationalpark Hohe Tauern begrüßen zu dürfen.
Wie findet die Datenerhebung beim Tag der Artenvielfalt statt?
Die Datenerfassung am Tag der Artenvielfalt im Nationalpark Hohe Tauern erfolgt über die Beobachtungsplattform Observation.org. Sie ist die größte Naturbeobachtungsplattform Europas mit Sitz in den Niederlanden und ermöglicht die weltweite Erfassung von Tieren, Pflanzen und Pilzen direkt im Gelände mittels Smartphone Apps. Bitte registrieren Sie sich schon vorab auf https://observation.org und installieren Sie die dazugehörige Smartphone-App für eine Datenerfassung im Gelände.
ABOL-BioBlitz im Nationalpark Hohe Tauern
Auch in diesem Jahr wird sich die Initiative "The Austrian Barcode of Life" (ABOL) wieder mit einem BioBlitz an den Tagen der Artenvielfalt beteiligen. Auf diesem Wege konnten bisher zahlreiche Proben gesammelt werden, die zum Aufbau eines genetischen Bestimmungsbuchs der österreichischen Biodiversität beitragen.
Aussendung an Sammler:innen download
Übersichtskarte Debanttal
Blick ins Debanttal. Im Hintergrund die Glödis.
Das Untersuchungsgebiet
Eingerahmt von den imposanten Dreitausendern der Schobergruppe erstreckt sich das längste Almtal Osttirols über 16 Kilometer in südlicher Richtung und wird vom Debantbach durchflossen. Aufgrund des altkristallinen Untergrundes herrscht eine vorwiegend silikatliebende Flora vor, lokal sind aber auch kalkliebende Pflanzenarten zu finden.
Der Waldanteil ist für ein Osttiroler Gebirgstal bemerkenswert hoch. Verbreitet sind montane und subalpine Fichtenwälder sowie subalpine Lärchen-Fichten-Wälder. Kleinere Zirbengruppen an felsigen Lagen zwischen 1600 und 2200 m sind häufig. Stellenweise, etwa am Lienzer Höhenweg, wurden reine Zirbenbestände gepflanzt.
Große Bereiche oberhalb von 1800 m werden von Almweiden eingenommen, wo sich nach Beweidungsrückgang und Aufgabe der Bergmähder nun Zwergstrauchheiden ausbreiten. An länger schneebedeckten Stellen, beispielsweise entlang des Lienzer Höhenweges, dominieren dagegen die frostempfindliche Rostrote Alpenrose und die Heidelbeere als Relikte früherer Bewaldung.
In der alpinen Stufe reicht auf Südhängen der geschlossene Krummseggenrasen oft bis 2600 m hinauf, während nordexponierte Steilhänge deutlich ungünstigere Wachstumsbedingungen bieten.
Die zahlreichen Moore entsprechen meist dem Typ des Braunseggen-Wollgras-Rasenbinsen-Niedermoores, wie das Moor unterhalb der Gaimberger Alm. Begünstigt durch das Klima und die vielfältige Landschaft beherbergt die südwestliche Schobergruppe ein breites Artenspektrum mit allen charakteristischen Formen des Bergwaldes, der Almen und der Alpinstufe. Zudem kommen hier Arten vor, die in der Tauernregion sonst selten sind und von der klimatischen Begünstigung sowie den speziellen Lebensräumen profitieren.
Text: Martin Kurzthaler und Angelika Riegler, 10.03.2026
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