Was ist ein Nationalpark?

In Österreich wurden bislang insgesamt sechs der ökologisch wertvollsten Regionen des Landes zu Nationalparks erklĂ€rt. In diesen ausgewĂ€hlten Gebieten hat Naturschutz absolute PrioritĂ€t. Ein Nationalpark ist ein großflĂ€chiges Schutzgebiet mit besonders wertvollen NaturrĂ€umen, die durch den Menschen wenig beeinflusst sind. Hier kann sich die Natur weitgehend ungestört entfalten und fĂŒr heutige und zukĂŒnftige Generationen erhalten bleiben. 

In Nationalparks werden internationale Naturschutzverpflichtungen und völkerrechtlich verbindliche Naturschutzkonventionen vorbildlich umgesetzt. Sie sind als Schutzgebiete nach den Kriterien der Weltnaturschutzunion IUCN von Bund und LĂ€ndern auf Dauer eingerichtet und werden gemĂ€ĂŸ den Richtlinien der IUCN „hauptsĂ€chlich zum Schutz von Ökosystemen und zu Erholungszwecken verwaltet“. Der Erholungswert fĂŒr den Menschen beruht vor allem darauf, unberĂŒhrte Natur vorzufinden und zu erleben.

Der Verzicht auf jede wirtschaftliche Nutzung auf mindestens 75 % der FlĂ€che ist Voraussetzung fĂŒr die Anerkennung als Schutzgebiet gemĂ€ĂŸ der IUCN Management-Kategorie II und somit auch Zielsetzung der österreichischen Nationalparks. Zu den weiteren Zielen und Aufgaben, die im Nationalpark verfolgt werden, zĂ€hlen wissenschaftliche Forschung, Bildung, das Erlebbar-Machen fĂŒr BesucherInnen, Naturraum-Management und der Schutz der BiodiversitĂ€t.


Nationalpark

Die Internationale Union zum Schutz der Natur und der natĂŒrlichen Ressourcen (IUCN) hat Kriterien und Rahmenbedingungen entwickelt, die klar definieren wann und weshalb bestimmte Schutzgebiete zu Nationalparks erklĂ€rt werden.


„NATIONALPARK“-DEFINITION NACH IUCN-KATEGORIE II:

„NatĂŒrliches Landgebiet oder marines Gebiet, das ausgewiesen wurde, um  (a) die ökologische Unversehrtheit eines oder mehrerer Ökosysteme im Interesse der heutigen und kommenden Generationen zu schĂŒtzen, um (b) Nutzun-

gen oder Inanspruchnahmen, die den Zielen der Ausweisung abtrĂ€glich sind, auszuschließen, und um (c) eine Basis fĂŒr geistig-seelische Erfahrungen sowie Forschungs-, Bildungs- und Erholungsangebote fĂŒr BesucherInnen zu schaffen. Sie alle mĂŒssen umwelt- und kulturvertrĂ€glich sein.“