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NP Gesäuse: Hohe Auszeichnung für Nationalparkdirektor

Verleihung des  Umwelt-Oswalds 2009 an DI Werner Franek

 
Im Rahmen des diesjährigen Landestages der Steiermärkischen Berg- und Naturwacht am 7. November auf der Burg Oberkapfenberg wurden die vier diesjährigen Preisträger des nach Herrn Hofrat Dr. Alois Oswald (langjähriger Umweltanwalt der Steiermark) benannten Auszeichnung gewürdigt. Unter den vier Preisträgern befindet sich auch der Direktor des Nationalpark Gesäuse, DI Werner Franek.

Naturfreunde, Naturschutzbund, Berg- und Naturwacht  und die Plattform für den Grazer  Grünraum – haben sich vor einigen Jahren zusammengefunden und einen Preis für hervorragende Leistungen im Natur- und Umweltschutz geschaffen. Dieser Preis soll an besonders engagierte  Personen, die Besonderes für den Naturschutz leisten, vergeben werden, ohne Rücksicht auf ihre Stellung  in der Gemeinschaft oder die Zugehörigkeit zu analogen Einrichtungen.  Es soll eine  Auszeichnung  für außergewöhnliche Leistungen und Anerkennung für beispielhaftes Verhalten und positive Motivation  für den Naturschutz sein.   Im Rahmen des diesjährigen Landestages der Steiermärkischen Berg- und Naturwacht am 7. November auf der Burg Oberkapfenberg wurden die vier diesjährigen Preisträger gewürdigt. Es sind dies die Österreichischen Bundesforste für das Projekt "Moorschutz", Alt-Bürgermeister Alfred Stingl  in der Kategorie „Politiker“, BS a.D. Helmut Haar in der Kategorie „Lebenswerk“ sowie Nationalparkdirektor DI Werner Franek in der Kategorie „Öffentlicher Dienst“.

In seiner Laudatio würdigte DI Wolfang Woschitz vom Österreichischen Alpenverein die Leistungen des Preisträgers.  Nach Absolvierung seines Forstwirtschaftsstudium im Herbst 1993 und der anschließenden zweijährigen Mitarbeit im Rahmen eines Waldforschungprojektes leitete DI Werner Franek (45 Jahre) von Juli 1996 bis Februar 2003 als Geschäftsführer die beiden steirischen regionalen Naturparke Sölktäler und Grebenzen. Vorher war Franek schon ehrenamtlich mehrere Jahre für den Naturpark Sölktäler tätig. Von 1996 bis Anfang 2003 übte Franek zusätzlich die Obmannfunktion im Naturpark Sölktäler aus. Im März 2003 wechselte er zum Nationalpark Gesäuse, wo er seitdem die Geschäftsführerfunktion ausübt.
Zu seinen bisherigen Aufgabenfeldern im Bereich des Naturschutzes zählte die Einreichung, Durchführung oder Gesamtverantwortung zahlreicher Artenschutzinitiativen bzw. Projekte zum Schutz erhaltenswürdiger Lebensräume. Zu nennen sind zum Beispiel die Abwicklung eines EU-LIFE Projektes im Nationalpark Gesäuse, wo es um naturschutzkonforme Almwirtschaft, Waldumwandlungen sowie Gewässerrenaturierungen an der Enns um am Johnsbach geht. 
 
Im Bereich der Umweltbildung war Franek bislang für die Erstellung und Leitung naturkundlicher Bildungs- bzw. Besucherprogramme für Schulen und Erwachsene, für die Errichtung und Leitung der Naturparkakademie Steiermark, des Naturparkzentrums „Schloss Großsölk“, des Weidendoms sowie mehrerer Ausstellungen im Nationalpark verantwortlich. Durch den Aufbau der Besucher-Bildungsprogramme für Schulen und Erwachsene sowie die Errichtung mehrerer Themenwege in den beiden Naturparken sowie im Nationalpark Gesäuse konnten sich die von Franek betreuten Schutzgebiete im Bereich der Besucherprogramme national und international positionieren.
 
DI Wolfang Woschitz: „Durch seine gesamte berufliche Laufbahn zieht sich Franeks Bemühen durch, im Rahmen zahlreicher von ihm initiierten Bildungsprojekte bzw. –programme den Menschen – insbesondere auch den jungen Kindern und Jugendlichen -  die Bedeutung und Schönheit unserer Natur und Umwelt  näher zu bringen und die Menschen im Hinblick auf deren Schutz zu sensibilisieren.“
 
Als schönen Erfolg seiner  bisherigen Arbeit wertet DI Woschitz die Prämierung der Sölktäler zum „Naturpark des Jahres 1997“, die Auszeichnung der Naturparkregionen Sölktäler und Grebenzen im Rahmen des österreichischen „Regionswettbewerbes der Kulturlandschaften“ im Jahre 1998, den Sieg des Naturparks Grebenzen im Jahr 1999 beim Österreichweiten Wettbewerb „Zukunft ländlicher Raum“, sowie die Auszeichnung der beiden Projekte „Nationalpark Volksschule Hieflau“ sowie „Junior Ranger Programm Nationalpark Gesäuse“ seitens der österreichischen UNESCO Kommission.
 
Die  diesjährige Auszeichnung des Nationalparks Gesäuse im Rahmen des EDEN 09 Wettbewerbes „Naturschutz und Tourismus“ stellt einen weiteren Meilenstein seiner Arbeit im Naturschutz dar. Gemeinsam mit dem Tourismusverband Gesäuse wurde das touristische Produkt „Weidendom im Nationalpark“ inklusive den begleitenden Nationalpark-Programmen, Veranstaltungen, Kooperationen sowie dem barrierefreien Themenweg in der Lettmair Au eingereicht. Es ist Franek gelungen, in einem mehrstufigen Auswahlverfahren gemeinsam mit dem Tourismusverband Österreichweit den zweiten Platz zu erreichen.
 
Viele Projekte wurden von DI Franek im Rahmen verschiedener EU-Förderprogramme- oft auch in Form transnationaler Kooperationen - eingereicht und sind somit durch die Europäische Union kofinanziert.

DI Franek zur Auszeichnung: „Die Weichen für eine positive und nachhaltige Naturschutzarbeit und Zusammenarbeit in der Nationalparkregion sind gestellt. Nun gilt es, einerseits die Naturschutzarbeit im Schutzgebiet im Netzwerk mit Partnern weiterzuentwickeln und andererseits die  geschaffenen Bildungs- und Erholungsangebot im Schutzgebiet noch besser auszulasten, weiter zu optimieren und effizient zu vermarkten. Die Auszeichnung meiner Person mit dem Umweltoswald gibt mir und meinem Team im Nationalpark große Motivation und Kraft. Jeder Erfolg beruht natürlich auf Teamarbeit und so bedanke ich mich bei meinem MitarbeiterInnen für die engagierte Arbeit  für unseren Nationalpark.“

Dr. Johannes Gepp, Naturschutzbund Steiermark: „Im Sinne von Hofrat Dr. Alois Oswald möge die mit der Verleihung des Umwelt-Oswalds ausgedrückte Anerkennung nicht nur den Preisträger, sondern alle Naturschützer in ihren Bemühungen um eine intakte Umwelt bestärken.“
 
Link:
www.nationalpark.co.at  
 
NP Gesäuse

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29.11.2009,