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NP Donau-Auen: Nationalpark-Forum im Veranstaltungszentrum Schloss Orth

 
(Orth/Donau, 26.11.2009) Gestern fand das Nationalpark-Forum 2009 im Veranstaltungszentrum des Schloss Orth statt. Nationalparkdirektor Mag. Carl Manzano präsentierte den neuen Managementplan für den niederösterreichischen Teil des Nationalpark Donau-Auen und stand gemeinsam mit Waltraud Matz, stv. Vorsitzende des Nationalpark-Beirats und Johann Feigl, Vorsitzender des Nationalpark-Beirats, den zahlreichen Interessierten Rede und Antwort.
 
Pünktlich um 18.00 Uhr begann das Nationalpark-Forum 2009 im Gemeindezentrum des Schloss Orth. Über 60 interessierte Gäste aus der Region waren der Einladung gefolgt. Ihnen präsentierte der Nationalparkdirektor Carl Manzano die wichtigsten Inhalte des neuen Managementplans, der für die Jahre 2009 bis 2018 gilt.
 
War der erste Managementplan aus dem Jahr 1999 als Grundlage für die langfristige Entwicklung des Nationalpark Donau-Auen mit Leitlinien in den Bereichen Naturraum-management, Besucherlenkung und Forschung gedacht, so enthält dieser Management-plan nun klare strategische Ziele für seine Weiterentwicklung mit folgenden Schwerpunkten: 

- Weiterführung der erfolgreichen Rückbau- und Renaturierungsprojekte an der Donau. Schlüsselfrage ist die Verhinderung einer weiteren Sohleintiefung des Flusses.
- Gänzliche Rücknahme der menschlichen Eingriffe in ausgewiesenen Gebieten und dadurch möglichst freie Entwicklung der ökologischen Prozesse.
- Aktive Erhaltung spezieller Arten und Lebensräume
- Besucherlenkung und –sensibilisierung für die Themen des Nationalparks.
- Internationale Zusammenarbeit mit Schutzgebieten entlang der Donau.
 
„Eine der Leitarten des Nationalpark Donau-Auen ist der Seeadler. Vor 10 Jahren gab es kein einziges brütendes Seeadlerpaar hier – heuer waren es drei Paare“, berichtet Carl Manzano stolz. Und weiter: „Dies ist einerseits möglich, weil wir uns darum bemühen gute Lebensraumbedingungen für den Seeadler zu schaffen. Vor allem ist es aber dadurch möglich, weil er in Ungarn, Serbien und Kroatien, wo er sein hauptsächliches Vorkommen hat, gut geschützt wird.“
 
„Tiere und Lebensräume machen an der Grenze nicht halt. Daher müssen wir zukünftig noch mehr über die Grenzen hinweg zusammenarbeiten um dem großen Ökosystem Donau entsprechend Rechnung zu tragen.“
 
Im Anschluss an die Präsentation des Managementplans wurde zur Diskussion eingeladen.
 
Viele Fragen wurden zur geplanten Optimierung des Hochwasserschutzes gestellt, weitere Anliegen waren die Pflege und Wartung des Schutzdammes sowie der Erhalt bzw. die Optimierung der Wege im Nationalpark.
 
Die sachliche aber sehr angeregte Diskussion dauerte bis ca. 20.30. Im Anschluss daran wurden in Kleingruppen einzelne Themen noch vertieft.
 
Foto 1:   von links Johann Feigl (Vorsitzender NP-Beirat), Carl Manzano (Nationalparkdirektor), Waltraud Matz (stv. Vorsitzende NP-Beirat), Manfred Rosenberger (Moderation) 
Foto 2:   Nationalparkdirektor Mag. Carl Manzano bei der Präsentation des neuen Management Plans 

Fotocredits: Schuckert, Kern. Der Abdruck ist unter Nennung des Fotografen und im Zusammenhang mit Berichten über den Nationalpark Donau-Auen honorarfrei.
 
 
Rückfragen richten Sie bitte an:
Nationalpark Donau-Auen GmbH
Bettina Schuckert
Tel.: 02212/ 3450-16,
Mobil: 0676/ 84 223 553
b.schuckert@donauauen.at
Schuckert

 

 
 
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29.11.2009,